Arten

Arten der Schwerhörigkeit

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten der Schwerhörigkeit:

Die Schalleitungs- und die Schallempfindungsschwerhörigkeit.

Schallleitungsschwerhörigkeit

Bei der Schallleitungsschwerhörigkeit liegt immer eine Störung im äußeren, meist aber im mittleren Ohr vor. Durch diese Störung werden Schallsignale nur leiser gehört; die Qualität des Gehörten wird dabei kaum beeinträchtigt.

Das Hörvermögen kann durch technische (Hörgeräte) oder medizinische Hilfen (Operation) ganz oder teilweise wiederhergestellt werden. Es handelt sich hierbei um eine leichte bis mittlere Form der Schwerhörigkeit.

Leichte Schwerhörigkeit

So hört der leicht Schwerhörige, der einen Defekt im Mittelohr hat:

 

NORMAL Hören, normal
BEHINDERT Hören, leicht schwerhörig

Einige Schwerhörige hören zeitlich verzögert oder stark verzerrt. Einige hören zwar Geräusche und Töne, können sie aber nicht in sinnvolle Höreindrücke umsetzen.

Schallempfindungsschwerhörigkeit

Bei der Schallempfindungsschwerhörigkeit liegt die Störung im Bereich des Innenohres, des Hörnervs oder in den Hirnzellen selbst. Diese Störung ist nicht zu operieren und kann auch mit technischen Hilfen nicht oder nur zum Teil behoben werden.

Auch hat diese Störung andere Auswirkungen auf die auditive (das Gehör betreffend) Wahrnehmung als die Schallleitungsschwerhörigkeit.

Das heißt, auf die Lautstärke bezogen kann teilweise noch relativ gut gehört werden, aber die Sprache ändert sich in ihrem Aufbau, ihrem Klangbild, ihrer Qualität. Die Ursache liegt meistens im Verlust der hohen Frequenzen, die teilweise oder gar nicht mehr wahrgenommen werden können.

Starke Schwerhörigkeit

So hört der stark Schwerhörige, der einen Defekt im Innenohr hat:

 

Hören, stark schwerhörig
 
Hören, stark schwerhörig

Schallleitungsschwerhörigkeit

Ein Hörgerät kann nur diejenigen Töne verstärken, die der Schwerhörige ansatzweise hört. Beispiel: Bei Hochtonverlust bringt kein Hörgerät Hilfe.

Zusätzlich besteht in der Mehrzahl der Fälle eine außerordentliche Lärmempfindlichkeit; Lautstärken von 100, 90 oder 80 dB sind schon sehr unangenehm und verursachen Schmerzen. Bei gut Hörenden liegt die Schmerzschwelle bei ca. 120 dB

Kombinierte Schwerhörigkeit

Eine dritte Art der Schwerhörigkeit ist die kombinierte Schwerhörigkeit, eine Mischform von Schallleitungs- und Schallempfindungsschwerhörigkeit.