Schwerhörigkeit?

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Vorwort  - Memo > Die gesamten Inhalte zum Thema "Schwerhörigkeit?" gehören urheberrchtlich dem DSB Bundesverband e. V.

Schwerhörigkeit ist eine Behinderung, die wegen ihrer Unsichtbarkeit weitgehend unterschätzt wird.

Im Vergleich zum Körperbehinderten wirkt der schwerhörige Mensch "ganz normal", seine körperliche Unversehrtheit und seine im Vergleich zu gehörlosen Menschen gute Sprechfähigkeit erschwert Außenstehenden ein verstehendes und nachvollziehbares Einfühlen.

Selbst die Betroffenen sind sich über die Schwere und das Ausmaß ihrer Behinderung oft nicht im Klaren.

Die Behandlung, Versorgung und Förderung von schwerhörigen Menschen konzentriert sich gegenwärtig zu sehr auf den medizinischen, technischen und - insbesondere bei Kindern und Jugendlichen - sprachtherapeutischen Bereich.

Es gibt noch zu wenig Angebote und Maßnahmen, die Betroffenen eine bewusste Auseinandersetzung mit der Behinderung ermöglichen. 

Ebenso wichtig ist die Förderung von Ausgleichs-Techniken (Mundabsehen, Training der Restgehörs, bewusste Deutung von Mimik und Körpersprache sowie Kombinationstraining) und zur Erlernung der Kommunikationstaktik ein entsprechendes Verhaltenstraining.

Mit Hilfe der Kommunikationstaktik soll der Schwerhörige befähigt werden, aktiv auf die Gestaltung von möglichst optimalen kommunikativen Bedingungen hinzuwirken.

Bis dieses Ziel der sozialen Vorsorge für Schwerhörige erreicht ist, bedarf es noch weiterer und intensiver Anstrengungen.

Die nachfolgenden Info - Seiten sollen hierzu einen Beitrag leisten.

Sie soll der Unwissenheit und der Unsicherheit von gut hörenden Vorgesetzten und Arbeitskollegen entgegenwirken und dadurch Hemmmschwellen abbauen helfen. Im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis kann sie zu einem besseren Verständnis beitragen und die Akzeptanz des Schwerhörigen fördern.

Dem Schwerhörigen soll sie Anregung und Ansporn zugleich sein, sich von seiner Passivität zu lösen.